Therapieoptionen bei Leberkrebs (HCC)

Radiofrequenzablation bei Leberzellkarzinomen und Lebermetastasen

Auch bei Lebertumoren können Heilungen erzielt werden. In aller Regel ist zunächst die Operation Therapie der Wahl. Dabei wird durch den Chirurg das krankhafte Gewebe entfernt. Gibt es Gründe gegen eine Operation (und auch gegen eine Transplantation) können die Herde mit lokalen Maßnahmen zerstört werden. Das erste mit Erfolg verwandte Verfahren war die Alkoholinjektionen (PEI - percutane Ethanol Injektion). Als wesentliche Weiterentwicklung hat sich nun die
Radiofrequenzablation (RFA) durchgesetzt, welche die Tumore durch örtliche Hitze zerstört.

Durchführung der Radiofrequenzablation  

Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Spezialnadel in die Leber bzw. den Tumor eingebracht.  Durch einen Generator wird dann ein hochfrequenter Wechselstrom erzeugt, der über die Sonde zu einem starken Temperaturanstieg im Gewebe und so zu einer "Verkochung" des Tumors führt. Die Kontrolle der Tumorzerstörung erfolgt je nach verwendetem Gerät über eine direkte Temperaturmessung oder einer Bestimmung der Leitfähigkeit des Gewebes (Impedanz) während des Eingriffs.

Die Vorteile der Radiofrequenzablation gegenüber anderen Verfahren zur Therapie von Lebertumoren sind die geringe Nebenwirkungs- und Komplikationsrate. Selbst bei eingeschränkter Leberfunktion (z.B. bei einer Leberzirrhose) kann dieser Eingriff sicher durchgeführt werden. Der Eingriff wird unter "Betäubung" (Sedierung) und Schmerzausschaltung ohne die Notwendigkeit einer Vollnarkose durchgeführt.

Der gesamte Eingriff wird mit Ultraschall verfolgt. Die Dauer des Eingriffs beträgt je nach Größe und Anzahl der behandelten Tumore zwischen einer und drei Stunden. In der Regel ist für die Durchführung einer Radiofrequenzablation ein stationärer Aufenthalt von wenigen Tagen ausreichend.

Welche Patienten sind für die Radiofrequenzablation geeignet ?

Die Radiofrequenzablation wird bevorzugt bei Menschen mit nicht operablen Lebertumoren angewand. Es sollten nicht mehr als 3 Tumorherde vorhanden sein. Eine Herdgröße von 4-5 cm sollte nicht überschritten werden. Nur dann kann auch eine Heilung durch die Methode erzielt werden. Gesichert ist die Wirkung  beim Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom, Leberkrebs). Ob auch bei Lebermetastasen (Absiedelungen von Tumoren, die außerhalb der Leber entstanden sind) eine lokale Therapie sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Je weniger Tumore in der Leber vorliegen und je kleiner sie sind, um so sicherer können sie durch die Radiofrequenzablation zerstört werden.´

Kontaktperson für dieses Verfahren ist Herr Dr. Ulrich Tappe

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