Die fokal noduläre Hyperplasie ( FNH )

Fokal noduläre Hyperplasie, was ist das?

Die fokal-noduläre Hyperplasie (FNH) ist mit einer der häufigsten nicht bösartigen Lebertumore (Leberherde). Daher wird er auch nicht selten als Zufallsbefund gefunden. Die FNH betrifft vor allem Frauen (Verhältnis von 8 bis 9:1) im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.  In den meisten Fällen (über 95 Prozent) findet man nur einen Herd (Durchmesser kleiner 5 cm). Nur selten (etwa 3 Prozent) finden sich Herde größer 10 cm.

Die Leberherde sind scharf begrenzt, können gestielt sein und haben keine Kapsel. Charakteristisch ist eine zentrale sternförmige Figur, in der Mitte mit eine grossen Gefäß, dessen Äste radiär in die Peripherie ziehen. Diese Äste unterteilen die Läsion in mehrere kleine Knoten oder Stränge bestehend aus Leberzellen.

Ursachen und Verlauf

Häufig ist die fokal noduläre Hyperplasie ein Zufallsbefund im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung. Eine wesentliche Grössenänderung findet sich in der Beobachtung nur selten.. Die Einnahme oraler Kontrazeptiva („Pille") führt in einigen Fällen jedoch zu einer Grössenzunahme und ebenso wurden Fälle beschrieben, bei denen es zu einer Grössenzunahme in der Schwangerschaft kam (Die Fortführung der " Pille "  bzw. einer Hormongabe wird daher bei einer FNH vermieden).
Im Unterschied zu Leberadenomen kommt es selten zu  Beschwerden z.B. durch Blutungen, Nekrosen oder Infarzierung. Eine Veränderung zu einem bösartigen Tumor ist nicht beschrieben.

Diagnose

Die exakte Diagnose wird durch typische Kriterien der Bildgebung und im Zweifel durch den Ausschluss anderer Läsionen gestellt werden. Als Differentialdiagnosen kommen u. a. Leberadenome, Leberkarzinome, Zirrhose, Hämangiome oder Metastasen in Frage.
Bei der FNH sind jedoch die Leberfunktionstest meist unauffällig und nur in wenigen Fällen kann eine Erhöhung der  Asparat- und Alanin-Transferase (GOT, GPT),  alkalischer Phosphtase (ALP)und der Gamma-Glutaryltransferase (GGT) auffallen. Das Alpha-Fetoprotein ist normal. Zur Diagnosestellung reicht daher meist eine Kombination verschiedener bildgebender Verfahren (Ultraschall, CT oder MRT) mit typischer Befundkonstellation. Eine Leberbiopsie als Goldstandard ist nur im Einzellfall notwendig.

Behandlung

Das Vorgehen bei einer FNH ist im Regelfall konservativ. Nachuntersuchung nach 3 und 6 Monaten sind ausreichend um eine Grössenprogredienz auszuschliessen. Eine chirurgische Entfernung sollte sich auf die seltenen Fälle grosser und symptomatischer Läsionen beschränken. Sollte die Diagnose jedoch unklar bleiben und auch eine dann ggf. notwendige Leberbiopsie nicht richtungsweisend sein, kann eine Resektion notwendig werden.

Orale Kontrazeptiva  ( " Pille " ) und andere Hormonpräparate sollten abgesetzt werden, da sie evtl. eine Grössenzunahme bedingen. Kleine FNH Läsionen stellen kein signifikantes erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaft dar. Bei größeren Läsionen ist eine Kaiserschnittentbindung zu überlegen. Sonographische Kontrollen in der Schwangerschaft sind zu  empfehlen.

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