Hämangiom der Leber ( " Blutschwämmchen" )

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Hämangiom der Leber, was ist das?

Hämangiome (angeborene Blutschwämmchen der Leber) , sind oft harmlose, recht häufige Zufallsbefunde, die in über 80% der Fälle durch die Sonographie gut identifiziert werden können. Hämangiome können einzeln oder zu mehreren in der Leber auftreten und verursachen in der Regel keine Beschwerden, sofern sie eine Größe von 5 cm nicht überschreiten. Typischerweise imponieren diese Leberherde als echoreiche ("weiße") rundliche Tumoren in der Leber, die direkt einem Gefäß benachbart sind. Diese Blutschwämmchen entarten nicht, können jedoch ab einer gewissen Größe unspezifische Oberbauchbeschwerden verursachen. In der Regel ist nach Diagnosestellung eine weitere Überwachung nicht erforderlich. Bei zahlreichen Herden oder großen Hämangiomen ist im Einzelfall eine jährlichen sonographischen Kontrolle zur Größenbestimmung als Überwachungsmaßnahmen sinnvoll.

Häufigkeit

Die geschätzte Häufigkeit von Hämangiomen der Leber liegt zwischen 0,4 und 20 Prozent der Bevölkerung. In 60-80% sind die Patienten zwischen 30. und 50. Jahre alt. Frauen sind 3x häufiger betroffen als Männer.

Die Ätiologie/Ursache der Hämangiome ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es sich um Gefäss-Missbildungen oder um sog. Harmatome (versprengtes embryonales Gewebe) handelt.

Verlauf

Das Verhalten der Hämangiome ist bis heute nicht vollständig geklärt. Eine signifikante Grössenzunahme konnte bei einzelnen Menschen aufgezeigt werden, so dass eine chirurgische Intervention (Operation) notwendig werden kann. Spontane Rupturen (Verletzungen) sind insgesamt selten und treten meist bei grossen, am Rand gelegenen Hämangiomen auf.

Symptome

Typischerweise werden Hämangiome zufällig entdeckt. Läsionen > 5 cm können jedoch selten Beschwerden verursachen. Die häufigsten Symptome sind Bauchschmerzen und ein Druckgefühl im rechten Oberbauch.

Diagnose

Die Diagnose kann anhand von charakteristischen Merkmalen mittels Ultraschall, Computertomogramm (CT)  oder Kernspinntomogramm (MRT) gestellt werden. In wenigen Fällen können atypische Hämangiome erst durch die Kombination von verschiedenen bildgebenden Verfahren diagnostiziert werden.

Behandlung/Therapie

Asymptomatische Patienten, insbesondere mit Läsionen <5cm, benötigen keine Therapie und werden allenfalls beobachtet. Langzeit-Beobachtungen haben gezeigt, dass es in den meisten Fällen weder zu Wachstum noch zu Komplikationen kommt.
Auf der anderen Seite finden sich vor allem bei Läsionen > 5 cm, Verläufe mit schnellem Wachstum, was eine engmaschige radiologische Kontrolle notwendig macht. Bei asymptomatischen Patienten ist das Blutungsrisiko zu gering, um eine vorsorgliche, prophylaktische Entfernung durch eine Resektion zu rechtfertigen.
Die Behandlung von symptomatischen Hämangiomen oder solchen mit einer Grösse >10 cm erfordert eine Resektion. Verschiedene chirurgische Verfahren, wie die Enukleation, die Leberresektion oder sogar eine Lebertransplantation stehen zur Verfügung - am häufigsten durchgeführt wird die Leberresektion mit Erhaltung des umgebenden Lebergewebes.

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