Die Hepatitis B Virusinfektion

Hepatitis B - die häufigste Virus-Infektion weltweit

Die Hepatitis B ist weltweit mit ca. 350 Millionen Betroffenen die häufigste Virusinfektion. Bei jedem dritten der Weltbevölkerung sind Antikörper gegen den Hepatitis B Virus (HBV)nachzuweisen. 90% der Infektionen heilen spontan aus, aber ca. 10 % werden chronisch. Neben der Hepatitis C ist eine Hepatitis B die wichtigste Ursache chronischer Lebererkrankungen mit der möglichen Folge einer Leberzirrhose oder eines Leberzellkarzinoms.

Hepatitis B Vorsorge

Für die Hepatitis B besteht eine wirksame Schutzimpfung, die bis zum 18. Lebensalter von den Kassen übernommen wird. Bei möglicher Infektionsgefährdung können aber auch sonst die Impfung erstattet werden. Die vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung der Infektion und Verminderung der Virusträger als dauerhafte Infektionsquelle.

Übertragung (Infektionsquellen)

Die häufigsten Übertragungswege der Hepatitis B Virusinfektion sind:

Sex, i.v. Drogenkonsum, Übertragung bei der Geburt,  früher auch Bluttransfusionen, Operationen und Zahnarzt - Eingriffe. Selten sind Infektionen durch Toiletten, Küssen oder durch Lebensmittel.

Therapie

Bei chronisch infizierten steht die Behandlung im Vordergrund hier können Interferone und Nucleosid/Nucleotid-Analoga erfolgreich zum Einsatz kommen. Häufig ist nicht die Heilung sondern das Aufhalten der Leberschädigung Ziel der Behandlung. In weit über 90% kann dieses Ziel erreicht werden. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen auch mit Sonographie und Laborwertbestimmungen, um ein Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Dieses dient auch zur Früherkennung von Lebertumoren (Hepatozelluläres Karzinom), welche in Frühstadien durchaus Heilungschancen aufweisen.

Behandlungsindikation für die chronische Hepatitis B
(Nach den 2007 verabschiedeten Leitlinien)

Behandlungsbedürftige
Patienten
HBV.-DNA > 104 Kopien/ml (2 x 103 IU/ml),
GPT > 2 fachen des oberen Normwertes oder histologisch entzündliche Aktivität/Fibrose
Besonders behandlungs-bedürftige Patienten   Patienten mit fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose bei jeglichem HBV-DNA-Nachweis
Nicht behandlungs-bedürftige Patienten HBsAg-Träger, wiederholt HBV-DNA negativ
oder < 104 Kopien/ml, wiederholt normale Transaminasenaktivitäten und höchstens minimale entzündliche Aktivität / Fibrose in der Biopsie

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