PEG-Sonde (perkutane endoskopische Gastrostomie)

Die PEG hat sich besonders in den letzten Jahren als Methode der Wahl für eine längerfristige Ernährungstherapie etabliert. Durch ihre Anlage im Bereich der Bauchdecke ist eine gute Akzeptanz bei optimaler Pflegemöglichkeit gewährleistet. Bei einer gut versorgten PEG-Sonde sind Einschränkungen im Alltag nicht gegeben, Duschen, die normale Nahrungsaufnahme oder Ähnliches sind durch die Sonde nicht beeinträchtigt.

Gründe (Indikationen) eine PEG-Ernährungssonde zu legen liegen sowohl in der Onkologie, Geriatrie, Neurologie als auch in der Inneren Medizin. Wirkliche Kontraindikationen gibt es nicht. Die Anlage einer Ernährungssonde dient dazu den Ernährungs-zustand zu optimieren (d.h. eine  Mangelernährung zu verhindern) und damit letztlich die Lebensqualität zu erhalten.

Die Anlage der PEG erfolgt heute im Rahmen einer Gastroskopie mit der Fadendurchzugmethode. Der Eingriff entspricht im Wesentlichen einer Magenspiegelung. Die leuchtende Endoskopspitze kann durch die Bauchdecke gesichtet werden und damit die optimale Anlagestelle der Sonde gefunden werden. Hier erfolgt die Punktion (die unter Sedierung und lokaler Betäubung nicht wahrgenommen wird). Über die Punktionsnadel wird ein Faden in den Magen eingeführt, der mit dem Endoskop gegriffen und zur Mundhöhle herausgeführt wird. An diesen Faden wird die Sonde fixiert und mit einem gleichmäßigen Zug durch Magen und Bauchdecke geführt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten.


Die Vorbereitung

Die Vorbereitung entspricht dem eines kleinen operativen Eingriffes:

  • Die Blutgerinnungswerte sind zu bestimmen
  • Am Untersuchungstag keine Antikoagulantien s.c.
  • Aspirin sollte 5 Tage abgesetzt,
  • Marcumar sollte auf Heparin umgesetzt sein.
 
Eine Antibiotikaprophylaxe ist hilfreich um Infektionen vorzu-beugen und erfolgt in der Regel im Rahmen des Eingriffes über eine Infusion.

Der Eingriff erfolgt nüchtern und auch nach der Untersuchung sollte feste Nahrung unterlassen werden. Flüssigkeiten können 4 Stunden nach Eingriff und feste Speisen am Folgetag zu sich genommen werden.

Sollte eine normale Kost nicht möglich sein, erfolgt ein ent-sprechender Diätplan mit einer ausgewählten Sondenkost.

Hierfür stehen Beutel und Pumpensysteme der verschiedenen Firmen zur Verfügung. Diese bieten häufig einen Home-Care-Service an, wo geschultes Personal die Patienten, Angehörige und Pflegedienste anleitet, betreut und mit Rat und Tat zu Seite steht wenn es Probleme gibt (siehe Kooperationspartner).

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